




Der Name Tripsdrill geht auf den römischen Hauptmann Trepho zurück, der den Ort anlegte und seiner Frau Truilla zu Ehren Trephonis truilla nannte. So heißt Tripsdrill in der näheren Umgebung auch heute noch „die Trulla“.
Vom Michaelsberg – dem Tripsdriller Hausberg – wird erstmals urkundlich berichtet, dass hier Wein wächst.
Das ursprüngliche Dorf heißt laut einer urkundlichen Erwähnung Rauenklingen, letztendlich namensgebend für die später gebaute Burg „Rauhe Klinge“.
Erstmals wird Treffentrill (Tripsdrill) urkundlich erwähnt.
Der Historiker Christian Friedrich Sattler schreibt in seinem Werk „Die Geschichte des Herzogtums Württemberg“ als erster Schriftsteller über die Belz-Mühle (Altweibermühle) zu Tripsdrill.
Friedrich Schleeweiß aus Cleebronn baut am Fuße des Michaelsberges einen Hof namens Treffentrill. Dies ist das Geburtsjahr des heutigen Tripsdrill.
Paul Fischer, Ururgroßvater der heutigen Besitzer, zieht mit seiner Familie nach Treffentrill.
Dort eröffnet sein Sohn, Friedrich Adam Fischer, eine Gastwirtschaft, um das Einkommen seines landwirtschaftlichen Anwesens zu verbessern.
Das erste Bild der Altweibermühle zu Tripsdrill entsteht, obwohl sie real noch nicht existiert. Es zeigt eine handbetriebene Mühle in einem aus Stein gemauerten Haus.
Eugen Fischer, Großvater der heutigen Besitzer, übernimmt das väterliche, landwirtschaftliche Anwesen und die Gaststätte.
Am 30. Juni eröffnet Eugen Fischer die erste Altweibermühle, die an seine Gaststätte angegliedert ist. Sie besteht aus einer kleinen Rutschbahn und einem Mühlenturm mit vier Flügeln.
Die Gartenwirtschaft und die Altweibermühle werden zum gern besuchten Ausflugsziel, sonntags spielen örtliche Musikkapellen zum Tanz.
Die weiteren Pläne von Eugen Fischer werden durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Er zieht in den Krieg und kehrt nicht mehr zurück.
Kurt Fischer, Vater der heutigen Besitzer, führt den Familienbetrieb fort.
Ein Blitzschlag zerstört die Altweibermühle und lässt sie in Flammen aufgehen. Die Fischers haben alles verloren – bis auf ihren Mut, neu anzufangen.
Am 7. Mai wird die heutige Altweibermühle feierlich eingeweiht. Den Festvortrag hält der schwäbische Heimatdichter August Lämmle.
Mit 300 Tieren, darunter Bären, Affen, Ziegen, Schafe, Zebras und Ponys, wird der Tierpark neben der Altweibermühle eröffnet.
Auf der Wiese vor der Altweibermühle entsteht die erste Fahr-Attraktion: Mehrere Lokomotiven, die mit Pedalantrieb vorwärts bewegt werden.
Das Heimatmuseum „Trillarium“ entsteht. Ausgestellt werden zunächst Waffen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
kommt eine heimat- und gewerbekundliche Sammlung hinzu.
Seitlich der Altweibermühle entsteht ihr Gegenstück: Die Altmännermühle, ein Geschicklichkeits-Parcours über 12 Stationen.
Knapp 10 Gehminuten von Tripsdrill entfernt wird das Wildparadies Tripsdrill eröffnet.
Auf einer Fläche von 35 Hektar Mischwald leben seitdem unter anderem Rotwild, Sikawild, Damwild, Schwarzwild, Mufflons, Wildrinder, Wildpferde, und jüngstens auch Luchse, Wölfe und Bären.
Der Tierpark wird ausgebaut und durch einen Streichelzoo erweitert. Zusammen mit dem Wildparadies wächst der Bestand auf über 1.000 Tiere.
In einem eigens gebauten Keltergebäude wird das Weinbaumuseum „Vinarium“ eröffnet. Die Besucher erfahren hier nicht nur die Geschichte des Weinbaus, sondern können auch gute Tropfen aus der Region im Gewölbekeller probieren.
Nach über zweijähriger Bauzeit ist der Heiratsmarkt fertig.
Auf einer Fläche von 2 Hektar lässt der Heiratsmarkt alte Bräuche wieder aufleben. Schon um 1500 gab es an diesem Ort den so genannten Katharinenmarkt – im Volksmund als Heiratsmarkt bezeichnet – bei dem Burschen und Mädels zum Ende der Weidezeit den Gesindetag feierten.
Neben dem Weinbaumuseum Vinarium entsteht das Freilichtmuseum mit der Weinkübelfahrt durch den „Fröhlichen Weinberg“.
Die Wiegen-Hochbahn und – damals erst- und einmalig – die Kaffeetassenfahrt in der größten Kaffeemühle der Welt kommen als weitere Attraktionen hinzu.
Das Vinarium wird mit historischen Weinpressen erweitert und so – mit über 50 Holz-Spindel-Pressen – zur größten Sammlung Deutschlands.
Der Erlebnispark wird auf 45 Hektar erweitert.
Sechs neue Fahr-Attraktionen erweitern das Angebot: Rasender Tausendfüßler, Schmetterlingsflug, Moggelesbahn, Enten-Wasserfahrt, Wirbelpilz, Schlappen-Tour.
Das Bauern- und Viehstalltheater sowie die Wolfsfütterung im Wildparadies sorgen für weitere Abwechslung.
Der Erlebnispark kauft 15 Hektar Erweiterungsgelände.
Themenparkplaner Emanuel Mongon (Imaginvest, Paris) beginnt seine Arbeit für Tripsdrill.
Helmut, Roland und Dieter Fischer übernehmen die Geschäftsführung von ihrem Vater Kurt Fischer.
Die Groß-Attraktion Waschzuber-Rafting entsteht auf 2 Hektar.
Der Erlebnispark wird ins HRG als GmbH & Co. eingetragen.
Der Wartebereich des Waschzuber-Raftings ist vollständig thematisiert. In einem aus dem Jahr 1808 nachempfundenen Waschhaus sind antike Waschutensilien aus Großmutters Zeiten zu sehen.
Extrem-Inliner Dirk Auer eröffnet die Achterbahn „G’sengte Sau“, indem er als erster Mensch überhaupt mit seinen Inlinern über die Bahn rast.
Der Erlebnispark Tripsdrill erhält den IAAPA-Award aus den USA für die besten PR-Unterlagen anlässlich der Achterbahn-Eröffnung.
Die Burg „Rauhe Klinge“ mit Europas höchster Wildwasser-Schussfahrt wird am 20. April durch Wirtschaftminister Walter Döring feierlich eröffnet.
Tripsdrill ist Schauplatz der Wetten dass..?-Außenwette im ZDF. Dabei toppt Dirk Auer seinen Höllenritt von 1998. Mit einem Bierglas in der Hand, das nach der Fahrt noch zu 2/3 gefüllt war, fährt er auf Inlinern durch die G’sengte Sau.
Ein 3.500 qm großes Bärengehege entsteht im Wildparadies Tripsdrill. Hier ziehen die drei Bären Katja, Sozja und Shanja ein.
Der Tripsdriller Wildpark erhält 17 Hektar Erweiterungsgelände.
Der Jungbrunnen von Tripsdrill, eine dazugehörige Ausstellung im Wartebereich der Badewannen-Fahrt sowie ein Toilettengebäude im Stil der Bäder-Architektur werden eröffnet.
Rund um die Altweibermühle entstehen zwei neue Attraktionen: die Mühlbach-Fahrt für die Kleinsten und der Donnerbalken für Schwindelfreie, im Wildparadies Deutschlands größte Flugvoliere für Adler und Geier.
Tripsdrill feiert 75. Geburtstag. Zum Jubiläum wird ein neuer Themenbereich, das „Mühlental“, gestaltet. Der Donnerbalken erhält einen zweiten Baum. Die Spritztour für Seefahrer geht an den Start.
Nach einer zweieinhalbjährigen Entwicklungsphase geht das interaktive Seifenkisten-Rennen an den Start. Die Fahrzeuge lassen sich selbst steuern und lenken, ohne dass die Fahrbahn durch Schienen und Randsteine begrenzt ist. Dieses bislang einmalige System hat sich der Erlebnispark Tripsdrill patentieren lassen.
Im Sommer 2006 eröffnet der Maibaum in der urigen Dorfstraße. Diese Attraktion setzt nach der Spritztour und dem Seifenkisten-Rennen die Reihe der interaktiven Anlagen fort. Die Dorfstraße besteht aus drei liebevoll gestalteten Fachwerk-häusern, die zum Bummeln und Verweilen einladen.
Der interaktive Maibaum wird mit Wappen und Zunftschildern detailgenau thematisiert.
Die Holzachterbahn „Mammut“ geht an den Start. Sie ist die erste Holzachterbahn Süddeutschlands und die erste thematisierte Anlage ihrer Art weltweit. Mammut stellt eine Sägemühle dar. Die Züge sind als Sägen gestaltet und durchschneiden förmlich das Gebälk.
Der Erlebnispark Tripsdrill feiert sein 80-jähriges Jubiläum. Rund um die neue Holzachterbahn „Mammut“ werden historische Sägemühlen aus ganz Deutschland wieder aufgebaut.
Tripsdrill startet im Sommer mit urigen Übernachtungsmöglichkeiten vor dem Wildparadies. Zunächst stehen 5 Schäferwagen für naturbegeisterte Familien bereit.
Ein ebenfalls neuer Attraktionspunkt im Wildparadies ist die neu ausgebaute Falknerei mit 13 Volieren und einer Naturtribüne für die Flugvorführungen, die Falkner Roland Werner und Günther Gabold täglich (außer freitags) durchführen.
