




…dann bietet das traditionsreiche „Gasthaus zur Altweibermühle“ feinste Wildspezialitäten und schwäbische Küche. Gekocht wird hier noch immer wie bei Großmuttern. Täglich frisch und mit viel Liebe werden die meisten Speisen aus regionalen Produkten hausgemacht.
Neben Maultaschen, Käsespätzle kommen auch saisonale Angebote auf den Tisch – im Frühling dreht sich alles um Spargel und Bärlauch, während im Herbst feine Kürbisgerichte, Zwiebel- und Kartoffelkuchen das Angebot ergänzen.
Urschwäbische Leib- und Magenspeise, die langsam aber sicher die Speisekarten in ganz Deutschland erobert. Als echter Schwabe – und in Tripsdrill – schlägt man den Teig aus Mehl, Eiern und Wasser frisch von Hand an. Anschließend werden die Spätzle vom Brett geschabt oder durch die Spätzlespresse gedrückt.
Diese mit Spinat, Lauch, Brät und weiteren Zutaten gefüllten Teigtaschen wurden erfunden, um den lieben Gott hinters Licht zu führen. Denn Maultaschen wurden traditionell vor allem an hohen Fastentagen gegessen. Da die Schwaben an diesen Tagen nicht auf ihre Fleischmahlzeit verzichten wollten, versteckten sie die Fleischmasse einfach im Nudelteig – eine kleine Schummelei, der die Maultasche ihren Spitznamen verdankt.
In feineren Kreisen auch als Schupfnudeln bekannter Leckerbissen aus einem Mehl-Kartoffel-Teig. „Schupfen“ bedeutet so viel wie „wegstoßen“, womit die typische Bewegung bei der Herstellung gemeint ist: Die Nudeln werden mit der flachen Hand „weggerollt“. Wegen ihrer charakteristischen Form nennt sie der Volksmund auch „Buabaspitzle“ oder – noch etwas deftiger – „Bauraseckale“.
Was nach Blähungen weiblicher Klosterbewohner klingt, ist eine köstliche schwäbische Süßspeise: kleine, in heißem Fett ausgebackene Hefeteigklößchen, die mit Puderzucker bestäubt werden. Ihr Name ist übrigens vom mittelhochdeutschen „nunnekenfurt“ abgeleitet – und das heißt einfach so viel wie „von Nonnen gemacht“.
