Historie

Die Geschichte von Tripsdrill:

278        Der Name Tripsdrill geht auf den römischen Hauptmann Trepho zurück, der den Ort anlegte und seiner Frau Truilla zu Ehren Trephonis truilla nannte. So heißt Tripsdrill in der näheren Umgebung auch heute noch „die Trulla“.
 

793        Vom Michaelsberg – dem Tripsdriller Hausberg – wird erstmals urkundlich berichtet, dass hier Wein wächst.
 

1288       Das ursprüngliche Dorf heißt laut einer urkundlichen Erwähnung Rauenklingen, letztendlich namensgebend für die später gebaute Burg „Rauhe Klinge“.
 

1576       Erstmals wird Treffentrill (Tripsdrill) urkundlich erwähnt.
 

1757       Der Historiker Christian Friedrich Sattler schreibt in seinem Werk „Die Geschichte des Herzogtums Württemberg“ als erster Schriftsteller über die Belz-Mühle (Altweibermühle) zu Tripsdrill.
 

1798 / 99    Friedrich Schleeweiß aus Cleebronn baut am Fuße des Michaelsberges einen Hof namens Treffentrill. Dies ist das Geburtsjahr des heutigen Tripsdrill.
 

1833         Paul Fischer, Ururgroßvater der heutigen Besitzer, zieht mit seiner Familie nach Treffentrill. Dort eröffnet sein Sohn, Friedrich Adam Fischer, eine Gastwirtschaft, um das Einkommen seines landwirtschaftlichen Anwesens zu verbessern.
 

1890         Das erste Bild der Altweibermühle zu Tripsdrill entsteht, obwohl sie real noch nicht existiert. Es zeigt eine handbetriebene Mühle in einem aus Stein gemauerten Haus.
 

1924         Eugen Fischer, Großvater der heutigen Besitzer, übernimmt das väterliche, landwirtschaftliche Anwesen und die Gaststätte.
 

1929         Am 30. Juni eröffnet Eugen Fischer die erste Altweibermühle, die an seine Gaststätte angegliedert ist. Sie besteht aus einer kleinen Rutschbahn und einem Mühlenturm mit vier Flügeln. Die Gartenwirtschaft und die Altweibermühle werden zum gern besuchten Ausflugsziel, sonntags spielen örtliche Musikkapellen zum Tanz. Die weiteren Pläne von Eugen Fischer werden durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Er zieht in den Krieg und kehrt nicht mehr zurück. Kurt Fischer, Vater der heutigen Besitzer, führt den Familienbetrieb fort.
 

1946         Ein Blitzschlag zerstört die Altweibermühle und lässt sie in Flammen aufgehen. Die Fischers haben alles verloren – bis auf ihren Mut, neu anzufangen.
 

1950         Am 7. Mai wird die heutige Altweibermühle feierlich eingeweiht. Den Festvortrag hält der schwäbische Heimatdichter August Lämmle.
 

1957         Mit 300 Tieren, darunter Bären, Affen, Ziegen, Schafe, Zebras und Ponys, wird der Tierpark neben der Altweibermühle eröffnet.
 

1960         Auf der Wiese vor der Altweibermühle entsteht die erste Fahr-Attraktion: Mehrere Lokomotiven, die mit Pedalantrieb vorwärts bewegt werden.
 

1962         Das Heimatmuseum „Trillarium“ entsteht. Ausgestellt werden zunächst Waffen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. 
 

1965         Das Trillarium wird um eine heimat- und gewerbekundliche Sammlung erweitert.
 

1970         Seitlich der Altweibermühle entsteht ihr Gegenstück: Die Altmännermühle, ein Geschicklichkeits-Parcours über 12 Stationen.
 

1972         Knapp 10 Gehminuten von Tripsdrill entfernt wird das Wildparadies Tripsdrill eröffnet. Auf einer Fläche von 35 Hektar Mischwald leben unter anderem Rotwild, Sikawild, Damwild, Schwarzwild, Mufflons, Wildrinder, Wildpferde und jüngst auch Luchse, Wölfe und Bären.
 

1976         Der Tierpark wird ausgebaut und durch einen Streichelzoo erweitert. Zusammen mit dem Wildparadies wächst der Bestand auf über 1.000 Tiere.In einem eigens gebauten Keltergebäude wird das Weinbaumuseum „Vinarium“ eröffnet. Die Besucher erfahren hier nicht nur die Geschichte des Weinbaus, sondern können auch gute Tropfen aus der Region im Gewölbekeller probieren.
 

1979         Nach über zweijähriger Bauzeit ist der Heiratsmarkt fertig. Auf einer Fläche von zwei Hektar lässt der Heiratsmarkt alte Bräuche wieder aufleben. Schon um 1500 gab es an diesem Ort den so genannten Katharinenmarkt – im Volksmund als Heiratsmarkt bezeichnet – bei dem Burschen und Mädels zum Ende der Weidezeit den Gesindetag feierten.
 

1981         Neben dem Weinbaumuseum „Vinarium“ entsteht das Freilichtmuseum mit der Weinkübelfahrt durch den „Fröhlichen Weinberg“.
 

1983 / 84    Die Wiegen-Hochbahn und – damals erst- und einmalig – die Kaffeetassen-Fahrt in der größten Kaffeemühle der Welt kommen als weitere Attraktionen hinzu.
 

1986         Das Vinarium wird mit historischen Weinpressen erweitert und so – mit über 50 Holz-Spindel-Pressen – zur größten Sammlung Deutschlands. 
Der Erlebnispark wird auf 45 Hektar erweitert.
 

1987 – 1991    Sechs neue Fahr-Attraktionen erweitern das Angebot: Rasender Tausendfüßler, Schmetterlingsflug, Moggelesbahn, Enten-Wasserfahrt, Wirbelpilz und die Schlappen-Tour.
 

1992         Das Bauern- und Viehstalltheater sowie die Wolfsfütterung im Wildparadies sorgen für weitere Abwechslung.
 

1995         Der Erlebnispark kauft 15 Hektar Erweiterungsgelände. Themenparkplaner Emanuel Mongon (Imaginvest, Paris) beginnt seine Arbeit für Tripsdrill.
 

1996         Helmut, Roland und Dieter Fischer übernehmen die Geschäftsführung von ihrem Vater Kurt Fischer. Die Großattraktion „Waschzuber-Rafting“ entsteht auf zwei Hektar.Der Erlebnispark wird ins HRG als GmbH & Co. eingetragen.
 

1997         Der Wartebereich des Waschzuber-Raftings ist vollständig thematisiert. In einem aus dem Jahr 1808 nachempfundenen Waschhaus sind antike Waschutensilien aus Großmutters Zeiten zu sehen.
 

1998         Extrem-Inliner Dirk Auer eröffnet die Achterbahn „G’sengte Sau“, indem er als erster Mensch überhaupt mit seinen Inlinern über die Bahn rast. Der Erlebnispark Tripsdrill erhält den IAAPA-Award aus den USA für die besten PR-Unterlagen anlässlich der Achterbahn-Eröffnung.
 

2000         Die Burg „Rauhe Klinge“ mit Europas höchster Wildwasser-Schussfahrt wird am 20. April durch den damaligen Wirtschaftsminister Walter Döring feierlich eröffnet.
 

2001         Tripsdrill ist Schauplatz der „Wetten dass ...?“-Außenwette im ZDF. Extrem-Inliner Dirk Auer wettet, dass er mit einem Bierglas in der Hand durch die „G’sengte Sau“ fährt und das Glas nach der Fahrt noch zu 2/3 gefüllt ist. Damit toppt er seinen Höllenritt von 1998. Ein 3.500 qm großes Bärengehege entsteht im Wildparadies Tripsdrill. Hier ziehen die drei Bären Katja, Sozja und Shanja ein. Der Tripsdriller Wildpark erhält 17 Hektar Erweiterungsgelände.
 

2002         Der Jungbrunnen von Tripsdrill, eine dazugehörige Ausstellung im Wartebereich der Badewannen-Fahrt sowie ein Toilettengebäude im Stil der Bäder-Architektur werden eröffnet.
 

2003         Rund um die Altweibermühle entstehen zwei neue Attraktionen: die Mühlbach-Fahrt für die Kleinsten und der Donnerbalken für Schwindelfreie. Im Wildparadies entsteht Deutschlands größte Flugvoliere für Adler und Geier.
 

2004        Tripsdrill feiert 75. Geburtstag. Zum Jubiläum wird ein neuer Themenbereich, das Mühlental, gestaltet. Der Donnerbalken erhält einen zweiten Baum. Die Spritztour für Seefahrer geht an den Start.
 

2005        Nach einer zweieinhalbjährigen Entwicklungsphase geht das interaktive Seifenkisten-Rennen an den Start. Die Fahrzeuge lassen sich selbst steuern und lenken, ohne dass die Fahrbahn durch Schienen und Randsteine begrenzt ist. Dieses bislang einmalige System hat sich der Erlebnispark Tripsdrill patentieren lassen.
 

2006        Im Sommer 2006 eröffnet der Maibaum in der urigen Dorfstraße. Diese Attraktion setzt nach der Spritztour und dem „Seifenkisten-Rennen“ die Reihe der interaktiven Anlagen fort. Die Dorfstraße besteht aus drei liebevoll gestalteten Fachwerkhäusern, die zum Bummeln und Verweilen einladen.
 

2007         Der interaktive Maibaum wird mit Wappen und Zunftschildern detailgenau thematisiert.
 

2008         Die Holzachterbahn „Mammut“ geht an den Start. Sie ist die erste Holzachterbahn Süddeutschlands und die erste thematisierte Anlage ihrer Art weltweit. Mammut stellt eine Sägemühle dar. Die Züge sind als Sägen gestaltet und durchschneiden förmlich das Gebälk.
 

2009         Der Erlebnispark Tripsdrill feiert sein 80-jähriges Jubiläum. Rund um die neue Holzachterbahn „Mammut“ werden historische Sägemühlen aus ganz Deutschland wieder aufgebaut.
 

2010         Tripsdrill startet im Sommer mit urigen Übernachtungsmöglichkeiten vor dem Wildparadies. Zunächst stehen acht Schäferwagen für naturbegeisterte Familien im Natur-Resort Tripsdrill bereit. Ein ebenfalls neuer Attraktionspunkt im Wildparadies ist die neu ausgebaute Falknerei mit 13 Volieren und einer Naturtribüne für die Flugvorführungen, die Falkner Roland Werner mit Team täglich (außer freitags) durchführt.
 

2011         Das Natur-Resort Tripsdrill wird um fünf Baumhäuser – mitten im Wald gelegen – sowie um 12 komfortable Schäferwagen erweitert. Damit finden nun insgesamt 130 Gäste einen Schlafplatz.
 

2012         Das Wildparadies Tripsdrill feiert sein 40. Jubiläum. Zu diesem Anlass werden 50 neue Lehrtafeln nach neuestem pädagogischen Standard  installiert. Zum Austoben lädt neben dem Abenteuerspielplatz nun auch ein neuer Kletterwald ein.
 

2013         Im Erlebnispark öffnet das neue wetterfeste Gaudi-Viertel direkt in der Dorfstraße mit grenzenlosen Spielmöglichkeiten. Ab Sommer geht zudem die Katapult-Achterbahn "Karacho" an den Start. 
 

2014         Aufgrund großer Beliebtheit wird das Natur-Resort um sieben neue Baumhäuser erweitert.
 

2015         Im Frühjahr wurden acht weitere Baumhäuser fertiggestellt. Im Natur-Resort laden nun 20 Schäferwagen sowie 20 Baumhäuser mit insgesamt 190 Betten zu abenteuerlichen Übernachtungen ein. 
 

2016       Zu Saisonstart eröffnet das neue Themenrestaurant „Zur Werksküche“ mit modernsten Tagungsmöglichkeiten bei der Katapult-Achterbahn „Karacho“. Im gleichen Themenbereich eröffnet der „Heiße Ofen“, eine interaktive Familienattraktion mit historisch anmutenden Motorrädern. Das Natur-Resort Tripsdrill wird um 8 Baumhäuser erweitert, so dass nun insgesamt 222 Betten zur Verfügung stehen. 
 

2017        Hoch hinaus geht es seit Mai 2017 mit einem turbulenten Flug-Duell: Die aufwändig thematisierte Attraktion nimmt die Besucher mit in die Zeit der Flugversuche des Schneidermeisters Albrecht Ludwig Berblinger – besser bekannt als Schneider von Ulm.